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17 10 | '17

Kunst (updated)

Kunst, das heisst, wie ein Kind auf dem Fussboden zu hocken, lallend und selbstvergessen mit den Bauklötzen zu spielen. Das ist der Moment, bevor die gesamte Verwandtschaft vorbeischaut und anfängt, wie die Preisrichter den Turm nach allen möglichen Kriterien zu bewerten und eine Note zu verteilen.

02 10 | '17

Die Selbstfindung.

Ein vertonter Text, in dem es faucht, während ich mich auf den glorreichen Weg der Selbstfindung begebe. Ich versuche dem Impuls zu widerstehen, hier darauf hinzuweisen, dass es sich hier um ein Erstlingswerk handelt, was mir nicht so wirklich gelingen will.

23 09 | '17

Langsame Kunst.

Kunst, [die langsame]: anstatt über dem Hyperventilieren das Atmen zu vergessen: in eine Tüte zu atmen. Die eigene verbrauchte Luft erneut in den Kreislauf schicken*.

*Bevorzugterweise nicht bis zum Erstickungstod.

22 09 | '17

Kalt duschen. Oder so.

Als ich vom Joggen zurückkam, hing ein Zettel an der Haustür: Boiler ersetzt, kein warmes Wasser bis Montag. Minuten später. Ich öffnete mit klammen Fingern die Tür der Duschkabine, versuchte mit meinem steif gefrorenen Arm das Handttuch zu greifen. Stalagniten hatten sich an Nase, Kinn und Wimpern gebildet.

13 09 | '17

Rehe sehen.

Vor einiger Zeit ging ich im Wald spazieren. Irgendwann blieb ich stehen und nahm einen Moment, um durchzuatmen. Erst dann bemerkte ich, dass knapp zehn Meter vor mir ein Reh stand und mich ansah.

11 09 | '17

Ein flüchtiger Gedanke.

Im Schatten des Spektakulären (eines grellen Scheinwerfers) verschwinden das Grün-Grau, das Blau-Grau, das Ocker-Grau und das Maus-Grau im Schwarz. Man braucht nur das Licht auszumachen – irgendwann werden sich die Augen an die Dunkelheit gewöhnen und eine noch völlig unbekannte Welt entdecken.

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